Unser nächster Jagdscheinanwärterkurs beginnt im März 2027 mit einer Ausbildungszeit von etwa 1 Jahr.
Die Kosten für den Kurs belaufen sich auf ca. 2400 € einschl. Schießstandgebühren
und Munition.
Der Kurs findet wie folgt statt:
2 x wöchentlich Montags und Mittwochs von 19:30 - 22:00 Theorie in unserem
Kursraum in Alzenau.
Praxis und Schießtraining an mehreren Samstagen am Schießstand bzw. in Feld
und Wald.
Für die Prüfung muss der Jagdscheinanwärter, in jeweils 60 Stunden theoretische und praktische Ausbildung, umfassende Kenntnisse in folgenden Sachgebieten in Praxis und Theorie erwerben:
Wildbiologie
Wildhege
Jagdbetrieb
Wildschadensverhütung
Land- und Waldbau
Waffenrecht
Führung von Jagdhunden
Wildbrethygiene
Jagdschutz
Tierschutz
Naturschutz und Landschaftspflege
In der praktischen Ausbildung steht der sichere Umgang mit der Jagdwaffe und der Kurzwaffe (Pistole und Revolver) an erster Stelle. Die Schießfertigkeit wird auf einem Schießstand mit Langwaffen (Büchse/Kugel und Flinte/Schrot) und der Kurzwaffe trainiert.
Durch Reviergänge und Exkursionen werden Kenntnisse der Revierpraxis und der Jagdorganisation vermittelt sowie das Wissen über Flora und Fauna vertieft. Es empfiehlt sich, in kleinen Lerngruppen den Unterrichtsstoff nachzubereiten.
Das Kursangebot umfasst deutlich mehr als die geforderte Mindeststundenzahl von
120 Stunden.
Nähere Informationen zum Ablauf und Ausbilderteam werden in Kürze zur Verfügung stehen.
Interesse? Tobias Elsesser steht gerne für Fragen zur Verfügung.
G e s c h i c h t e
Die Geschichte der Jungjägerausbildung in der Jägervereinigung Kahlgrund
Als am Anfang der 70 er Jahre in der Kreisgruppe Kahlgrund die Idee geboren wurde Jungjäger auszubilden, konnte man noch nicht erahnen was sich in den kommenden Jahrzehnten aus diesen Anfängen für
eine Erfolgsgeschichte entwickelte.
Der damalige Ausbildungsleiter Hubert Popp (seines Zeichens Revierförster im ehemaligen Forstamt Aschaffenburg Nord) setzte sich zum Ziel mit einer Hand voll Mitstreiter Jungjäger und Jungjägerinnen
zur Jägerprüfung vorzubereiten.
Was am Anfang noch in Nebenzimmern von Gastwirtschaften erfolgte ist mittlerweile in Ausbildungsräumen der Jägervereinigung Kahlgrund untergebracht. Seit 1974 wird nahezu ohne Unterbrechung in
Alzenau ein Kurs angeboten. Damit gehört man zu den Kursen, die schon frühzeitig dem Jägernachwuchs die Möglichkeit gaben ihr Rüstzeug für das „grüne Abitur“ in freundschaftlicher Atmosphäre in der
heimischen Kreisgruppe zu erhalten.
Bis in die späten 90 er Jahre erstreckte sich die Ausbildung über einen Zeitraum von 2 Jahren und fand im Wechsel mit der benachbarten Kreisgruppe statt.
Mittlerweile hat sich der Turnus auch infolge von gesetzlichen Neuerungen auf jeweils einen Kurs jährlich geändert. Die Ausbildung erstreckt sich über alle 4 Jahreszeiten und vermittelt Wissen und
Kenntnisse aus einem vollen Jagdjahr.
Zur Zeit wird im laufenden Kurs an zwei Wochentagen abends und an an zwei Samstagen monatlich die praktische und theoretische Ausbildung absolviert.
Das Ausbildungsteam setzt sich aus versierten Jägerinnen und Jägern aus den jeweiligen Fachbereichen zusammen, die großteils auch beruflich in den Sachgebieten orientiert sind und ein hohes Maß an
Erfahrung und Kompetenz mitbringen.
* * * * * *
NACHRUF
Wir danken unser in 2025 verstorbenes Ehrenmitglied Wunibald Reinhardt, der zuerst als Ausbilder und schon seit 1977 als Ausbildungsleiter die Lehrgänge
der Kreisgruppe wesentlich mitgestaltete. Wunibald vermittelte in dieser Zeit weit über 200 Jungjägern die Grundlagen der Jagdausübung. Viele Freundschaften die während der Kurse entstanden
sind halten bis heute und oftmals wurden mittlerweile schon die Söhne und Töchter der damaligen Kursteilnehmer durch Wunibald Reinhardt auf die Jägerprüfungen vorbereitet. Ein weiteres Anliegen war
ihm immer die Aus- und - Fortbildung der örtlichen Jägerschaft. Als Fachmann für die Fallenausbildung und Initiator der jährlichen Fuchswochen war er immer ein Garant für einen interessanten
Unterricht und Motor der Kreisgruppe., Seine humorvolle sowie verständnisvolle Art brachten ihm nicht nur in Jägerkreisen hohe Anerkennung ein.